Insektenhotel ist ja ganz nett, aber eine Käferburg

Ein Permakulturgarten besteht nicht nur aus den Dingen die man direkt sieht. Nicht aus den bunten Blüten und dem Essbaren.

Vielmehr fördern wir das scheinbar Unsichtbare. Bodenleben, Mikroorganismen, Pilze, Algen ….usw.

Eine Käferburg (Käferkeller oder Käferlarvenburg) ist ein künstlich angelegter Lebens- und Nistraum aus Totholz für Insekten, Pilze und Kleintiere und ein echter Blickfang im naturnahen Garten. Ein kleines Minibiotop.

Hast Du Zeug in Deinem Garten was ungenutzt rumliegt? Unterschiedlich dicke und lange Äste, angerottetes Holz, Baumstämme, Wurzelstücke und Rindenreste.

Einfach schön aufgeschichtet und senkrecht in den Boden eingegraben.

So entsteht eine Art kleines Holzbiotop.

Unterschiedliche Holzarten, verschiedene Zersetzungsstadien und unterschiedliche Größen sorgen dafür, dass sich möglichst viele Arten ansiedeln können.

Totholz gehört zu den wichtigsten Lebensgrundlagen vieler Tier- und Pilzarten.

Wer wohnt in einer Käferburg?

Die Käferburg wird im Laufe der Zeit zu einem lebendigen Zuhause für viele unterschiedliche Bewohner. Die Burg ist kein festes Bauwerk. Sie zersetzt sich und ist irgendwann nur noch ein Haufen Brösel.

Eingezogen sind unter anderem:

  • Laufkäfer: Sie finden zwischen den Holzstücken Verstecke und jagen dort kleine Tiere.
  • Holz- und Bockkäfer: Ihre Larven entwickeln sich je nach Art im abgestorbenen oder verrottenden Holz.
  • Wildbienen: Einige Arten nutzen vorhandene Hohlräume als Nistplätze.
  • Asseln und Tausendfüßer: Sie zersetzen gern angerottetes Holz.
  • Spinnen: Sie finden hier Nahrung und geeignete Verstecke. Sie sind überall in der Käferburg und drumherrum.
  • Pilze und Mikroorganismen: Noch und Nöcher.